Der neue Berufspädagoge

Fragen und Antworten (FAQ)

Wir möchten im Austausch bleiben - Ihre Fragen werden beantwortet

Liebe Besucher von BeNet!

Uns erreichen täglich Emails, die wir entweder direkt beantworten oder die wir an Partner weiter reichen. Viele Fragen wiederholen sich. Manchmal gibt es auch Hinweise. Zum Beispiel, wenn in einer laufenden Fortbildung etwas nicht so wirklich gut funktioniert.

Wir möchten die aktuellste Frage hier direkt auf der Seite gleich beantworten. Alle früheren Fragen und Antworten wollen wir demnächst auf einem Dokument zusammenfassen, das Sie dann jeweils herunterladen können.

Frage 01.09.2015: Ich werde in Kürze die Prüfung zur geprüften Berufspädagogin absolviert haben. Universitäten bieten nirgendwo direkte Zugangsmöglichkeiten für diesen Abschluss, obwohl ich doch damit mindestens das Niveau vom Bachelor habe. Und beim Trialen Studium wurde ich auf nicht mehr existierende Projekte verwiesen. Was ist da los?

Sie sprechen da ein nach wie vor bestehendes grundsätzuliches Problem an. Denn eine Berechtigung auf dem Papier verlangt ein Mitmachen in der Praxis. Und Universitäten haben da wohl Probleme, mit derart praxisorientierten Kandidaten umzugehen. Letztes Beispiel ist die Einstellung des so erfolgreich gestarteten Angebots "Triales Studium" in Schwäbisch Gmünd. Es fehlen Initiativen, die sich diesen Mängeln an den Hochschulen mehr widmen. Denn ganz bestimmt geht es hier nicht nur um das liebe Geld, sondern es sind vermutlich auch fehlende Konzepte im Umgang mit diese neuen Zielgruppe, die die Verantwortlichen abschrecken lässt.

Frage 24. Juli 2013: Ich bereite mich derzeit in Baden-Württemberg auf die Prüfung für den geprüften Berufspädagogen November 2014 vor. Jetzt habe ich von meinem Vertragspartner den Tip erhalten, schon mal einen Vorbereitungslehrgang zum Aus- und Weiterbildungspädagogen für 230,- Euro extra für die Prüfung schon jetzt in Frankfurt zu besuchen. Das verunsichert mich.

Ihre Unsicherheit ist nachvollziehbar; denn Ihr Vertragsparner scheint sich seiner Sache selbst nicht sichr zu sein. Eigentlich ist es ja seine Sache, Sie ordentlich auf die Prüfung vorzubereiten. Seriöse Anbieter bauen sogar zusätzliche Prüfungsvorbereitungstage in die Lernwochenenden ein oder vereinbaren mit Ihnen extra Tage zur Vorbereitung. Dazu muss man natürlich kompetent sein und wissen, wie eine Prüfung üblicherweise verläuft. Sie sollten Ihren Vertragspartner auf das Versprechen aufmerksam machen, dass Sie für Ihr vieles Geld, das sie an ihn bezahlen auch eine ordentliche Prüfungsvorbereitung erwarten!

Frage 13. März 2013: Das Triale Studium könnte ein Ersatz für die Fortbildung zum/zur geprüften Berufspädagogen/-in sein? Ist denn das höhere Niveau berufsbegleitend noch zu schaffen?

Die Voraussetzungen für das Studium sind in der Tat ähnlich. Aber da soll man sich nicht täuschen. Eine Vorbereitung für einen Studienabschluss verlangt natürlich zusätzliche Leistungen der wissenschaftlichen Arbeitsweise und auch die späteren potentiellen beruflichen Aufgabenstellungen sind noch einmal anspruchsvoller als die des/der geprüften Berufspädagogen/-in. Grundsätzlich ist es wichtig, dass die universitäre Lehrweise ihre Ergänzung durch bewährte handlungsorientierte Arbeits- und Lernweisen erfährt. BeNet unterstützt dies konkret über die Zusammenarbeit mit der Akademie für professionelle Berufsbildung.

Frage 06. August 2012: Ich ging davon aus, dass mit der Prüfung zum geprüften Berufspädagogen der Weg zur Uni offen stehen würde. Bisher hat sich auf Anfrage aber keine Uni bereit erklärt, mich aufzunehmen.

Die Prüfung zum geprüften Berufspädagogen lässt im Prinzip das Studium zum Bachelor zu. Leider aber sind die allermeisten Universitäten - wie es scheint - nicht bereit oder auch nicht vorbereitet oder beides. Das ist sehr bedauerlich und zeigt, wie (wenig) weit der Arm der Bundes-Bildungspolitik in die Landes- geschweige denn Universitätpolitik reicht. Es scheint, als bräuchten wir hier eine neue Initiative - und ein neues Netzwerk? - Solange bleibt als Hoffnung das Triale Studium. Vielleicht breitet sich ja dieses Modell in der Republik in den nächsten Jahren etwas mehr aus.

Frage vom 20. Juni 2012: Warum sollte ich mich auf gesicherter Position zum geprüften Berufspädagogen und sogar Bachelor fortbilden?

Es gibt ganz verschiedene Gründe, dies zu tun. Am einfachsten ist die Genugtuung, besser qualifiziert sichtbar bessere Arbeit als Ausbilder zu machen. Aber man sollte vielleicht auch an seine Perspektiven denken. Es kann Ihnen sehr gut gehen in Ihrem Unternehmen, Sie erfahren Anerkennung mit Ihren 5 Azubis, die Sie betreuen. Sicher ist aber auch, dass Sie nicht Ihr Leben lang an der selben Stelle bleiben möchten. Vielleicht möchten Sie ja Verstärkung durch neue Ausbilder bekommen und diese Verstärkung dann selbst als Chef unterstützen? Pädagogisch qualifiziertes Personal wird in Unternehmen aller Größen immer wichtiger!

Frage vom 20. November 2011: Geprüfte/r Berufspädagoge/in und Studieren?

Mit dem Abschluss des Geprüften Berufspädagogen besteht die Berechtigung zum B.A. Studium und vielleicht auch zum Master Studium. Gibt es vielleicht auch ein "Gesamtpaket", damit es nicht so lange dauert und sich die Inhalte nicht unnötig wiederholen?

UNSERE ANTWORT:

Es ist sehr erfreulich, dass sich auf diesem Feld der Durchlässigkeit der Bildungswege von der betrieblichen, beruflichen Tätigkeit bis hin zur berufsbegleitenden Fortbildung und zum berufsbegleitenden Studium sehr viel tut. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt sehr nachhaltig Initiativen, die hier neue Wege und Modelle schaffen.

In Baden-Württemberg hat soeben ein vom BMBF gefördertes Entwicklungs- und Modellprojekt begonnen, dass ein solches typisches TRIALES MODELL entwickeln wird. Es wird von der PH Schwäbisch Gmünd und der Akademie für professionelle Berufsbildung im Verbund durchgeführt. Hier kann man sogar berufsbegleitend gleichzeitig den geprüften Berufspädagogen und den Studienabschluss B.A. Betriebliche Bildung (Bachelor) erwerben. Nähere Informationen: www.triale-modelle.de

Frage vom 16. September 2010: BeNet-Logo?

Mir fällt auf, dass es einzelne Anbieter gibt, die sich zwar auf die Akademie für professionelle Berufsbildung berufen, die Mitglied von BeNet ist, aber selbst verwenden diese kein BeNet-Logo. Das aber wäre nach Ihren Formulierungen die Garantie, dass die BeNet-Qualitätskriterien angewendet werden.

UNSERE ANTWORT:

Im Zweifel zählt nur, ob der einzelne Anbieter die BeNet-Qualitätskriterien realisiert. Wenn er das BeNet-Logo verwendet, dürfen Sie davon ausgehen …

Frage vom 06. September 2010: Mit 41 zu alt?

Bin ich mit 41 und 20 Jahren Berufserfahrung vielleicht schon zu alt für die Fortbildung zum Geprüften Berufspädagogen?

UNSERE ANTWORT:

Zu "alt" für die Aufgaben eines Geprüften Berufspädagogen ist nur, wer das falsche Verhältnis zur Zielgruppe hat. Entscheidend ist Ihre Motivation und Ihre persönliche Einstellung zur Zielgruppe der Lernenden. Wenn Sie Lernen als „miteinander- Arbeiten-und-Aneignen“ und weniger als „rein-in-den-Trichter-und-gleich-wieder-raus-aus-den-Ohren“ bzw. weniger als „im-Lehrbuch-blättern“ verstehen und das auch ernsthaft vertreten können, dann sind Sie bestimmt richtig hier!

 

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Tilmann Krogoll
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Tel. 07156 4 87 57
E-Mail tilmann-krogoll(at)gala-gerlingen.de

 

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